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Fränkischer Tag:

"..Flitsch möchte sein Publikum nicht nur ästhetisch erquicken, sondern auch aufrütteln."


Nürnberger Nachrichten:

"..Er lässt tief in seine Gedanken schauen. Je leichter die Farben umso mehr Zerstörung scheint in diesen zu stecken."


Sabine Broll:

"...Ich finde, Du malst wie Steven King schreibt: die bunten Farben ziehen einen magisch an und die Titel oder Themen machen einen fürchterlich betroffen..."


Dieter Ruf, www.frontalzone.de

"..hallo herr flitsch,
als kunstliebhaber und markeeter finde ich nicht nur ihre bilder,
sondern auch ihre maßnahmen gut.
würde mich freuen, sie zu meinen kontakten zu zählen. ab und an
treffe ich auf schöne orte, an denen
ihre bilder gut passen könnten..."

pezoid:

"..Whoww. Deine Bilder berühren mich.."


Nürnberger Nachrichten:

"...Flitsch ist kein Landschaftsmaler, er ist ein Konfliktmaler..."


Eugenie Musayidiere:

"..wunderschönes Bild. Ja und wo waren die Pfaffen und Friedenstruppen, damals in Rwanda..."


Rede von Heidrun Flitsch zur Ausstellungseröffnung am 29.9.06 in Bamberg:

Liebe, sehr geehrte Gäste,
 
können Sie malen?
 
Ich kann es überhaupt nicht. Ich bewundere deshalb alle Menschen die Bilder schaffen können.
 
Dass ich einen solchen Könner – ja Künstler, in der Familie habe, hat mir schon als Jugendliche einen großen Vorteil gebracht.
Axel hat alle Zeichnungen für meine Biologie- und Chemiehausaufgaben gemacht.
 
Natürlich gab es das nicht umsonst – ich habe dafür seine Erdkundeaufsätze geschrieben.
 
Ich denke, von diesen Zeichnungen eines Wassermoleküles oder der schematischen Darstellung der Fotosynthese anhand eines Baumes, war es ein weiter Weg bis zur heutigen Ausstellung.
 
Einen wichtigen Grundstein auf diesem Weg hat sicher Eugen Daub, Axels Deutsch- und Kunstlehrer gelegt. Er hat ihm nicht nur die Freude am Malen bewusst gemacht, sondern ihm auch Techniken und Tricks mitgegeben. Eugen Daub ist ihm damals ein Vorbild geworden und ist das über all die Jahre auch geblieben.
 
Von Axels damaligen Werken sind mir einige besonders in Erinnerung geblieben.
 
Er hat eine Berufsausbildung als Technischer Zeichner gemacht, mit dem Ziel sein Hobby wenigstens ein Stück weit zum Beruf zu machen – es hat nicht so geklappt, wie es sich manche vorgestellt haben, vielleicht unsere Eltern mehr als er selbst.
Dieser Beruf hat ihm wohl nicht genug Raum für seine Kreativität gelassen.
Aber etwas Eigenes, Persönliches hat er in seine Konstruktionszeichnungen gegeben. Viele enthielten irgendwo ein kleines Männchen, das an der Randlinie Klimmzüge machte, gerade niesen musste oder was auch immer.
Die ganze Familie hat viel Spaß gehabt diese Männchen in den Zeichnungen zu finden.
 
Was mir auch noch einfällt ist ein Bild, das Axel auf eines seiner ersten Autos – eine Ente – gemalt hat, damit der Rost nicht so auffiel.
Auf den Kofferraumdeckel kopierte er ein Bild von Dali – eine Kreuzigungsszene.
Mit dem Erfolg, dass er das Auto bei unserem Nachbarn nicht mehr vorm Haus parken durfte.
 
Eines seiner frühen Werke hängt heute noch in meiner Gardarobe – das Bild heißt in unserer Familie nur „Der Hasch-Opi“ und ist mit Rötelstift gezeichnet. Axel hat dieses Bild noch ein zweites Mal ganz ähnlich gezeichnet, weil meine Schwester und ich eines haben wollten.
Ich empfinde dieses Bild als etwas ganz Besonderes unter Axels Werken – es hat ein Gesicht.
Sie können ja nachher mal schauen, ob Sie Gesichter finden.
 
Da mein Bruder und ich ziemlich weit auseinander wohnen, folgt dann eine lange Zeit, in der ich nicht viele Bilder gesehen habe – abgesehen von lustigen Karikaturen auf den Bäuchen meiner Nichten oder schnell hingeworfenen Zeichnungen auf Servietten bei Familienfesten.
 
Ich sehe dann als einen wesentlichen Punkt im Schaffen meines Bruders an, dass er über das Internet wieder Kontakt zu seinem ehemaligen Lehrer Eugen Daub aufgenommen hat.
 
„Ich behaupte jetzt einfach, seitdem malst Du wieder mehr.“
 
So viel, dass es sich lohnt diese Ausstellung zu machen.
 
Vor 25 Jahren habe ich Axel einmal zugeschaut, wie er eine Zeichnung begonnen hat. Nach Tagen war eine Ecke eines Din A3 Blattes sehr detailliert bemalt – der Rest war weiterhin weiß.
Auf meine Frage, was das Bild wird, bekam ich zur Antwort „ Das weiß ich doch nicht! Ein Bild das ich male ist eine Geschichte und ich weiß jetzt noch nicht, wie diese zu Ende geht.“
 
Ich wüsste nicht, dass das Bild bis jetzt fertig geworden ist.
Vielleicht hat man mit zwanzig noch nicht so viele Geschichten zu erzählen.
 
Heute kann Axel auf abwechslungsreiche Jahre mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen zurückblicken.
Darüber malt er und in jedem seiner Bilder steckt ein Stück von ihm.
 
Wenn Sie sich gleich auf den Weg machen, um die Bilder zu betrachten, dann können Sie sich gleichzeitig auf die Suche nach dem Menschen Axel Flitsch machen. Hier in seinen Bildern finden Sie einen Teil seiner Geschichten, manche abgeschlossen, andere noch mittendrin.
 
Aber Sie finden sicher noch mehr:
 
Aussagen über Axels Träume, die sich immer wieder verändern. Deshalb sagt er- passiert es ihm oft, dass er Bilder wieder übermalt, Details verändert, wodurch ein ganz anderes Werk entsteht – manchmal sehr zum Bedauern derer, die während des Entstehens schon ganz begeistert waren.
 
Sie erfahren viel über Axels Vorlieben, wie zum Beispiel Wasser – mit seiner Faszination, aber auch mit seiner Bedrohung.
 
Oder
 
Ägypten – das Land das ihm zu einer Heimat geworden ist.
Es bleibt offen, ob er sich einmal den Traum erfüllen kann oder will, ganz dort zu leben.
 
Sie können aber auch noch ganz andere Wesenszüge entdecken.
 
Sie finden Aussagen zu aktuellen Themen und wenn Sie sich darauf einlassen wollen, finden Sie Provokationen.
Axel hat einmal gesagt, er provoziere gerne um sein Gegenüber aus der Reserve zu locken.
Meiner Meinung nach wären viele Bilder eine Diskussion wert.
Mir geht es oft so, wenn ich denn Titel mit dem Bild in Zusammenhang bringen will.
 
Aber warum Axel die Bilder gemalt hat, was er uns damit sagen möchte ist nur ein Aspekt. – er lässt bewusst Raum für andere Interpretationen. So empfinde ich es zumindest, wenn ich Personen ohne Gesichter sehe.
 
Doch neben all dem was der Künstler beim Malen empfunden hat und was andere wirklich selten wissen, kommt es auch darauf an, was uns, die Betrachter und Betrachterinnen, an einem Bild gefällt oder beeindruckt. Oft können wir ganz spontan sagen „Diese Bild ist etwas ganz besonderes für mich“
Aber es lässt sich nicht in Worte fassen warum das so ist.
 
Nutzen Sie heute die Gelegenheit mit dem Maler über seine Bilder zu sprechen.
 
Und wenn Sie sich dann, aus welchem Grund auch immer, ganz spontan in ein Bild verlieben, haben Sie die Möglichkeit es bald Ihr Eigen zu nennen.
 
Und Sie haben Glück – Sie müssen keine Erdkundeaufsätze dafür schreiben...........